mRNA: Um was geht es eigentlich?

Letztes Update: 29.7.2021


Die bei uns eingesetzten sogenannten Covid-19-Impfungen fallen in zwei Kategorien, basierend auf den beiden eingesetzten Technologien (siehe z.B. Seneff, Nigh, 10.5.2021):


1) Die Produkte von Moderna und Pfizer-BioNTech führen dem Körper genetische Information in Form von mRNA zu.

2) Die Produkte von Johnson & Johnson und AstraZeneca führen dem Körper genetische Information in Form von DNA zu, verpackt in Viren als Transportmittel, die entsprechend genverändert und nicht mehr vermehrungsfähig sind.


Bei beiden Technologien wird dem Körper also genetische Information zugeführt, nur auf unterschiedlichem Weg. Diese greift sodann in die Eiweiss-Produktion des Körpers ein und bringt ihn dazu, körper-fremde Eweisse herzustellen, die den Spike-Proteinen von Corona-Viren ähneln. Das wiederum soll - in der Theorie - eine Immunreaktion auslösen, so wie wenn der Körper mit dem Virus infiziert wäre (siehe z.B. diesen Auszug aus dem am 7.6.2021 erschienen Buch Falsche Pandemien von Wolfgang Wodarg, Abschnitt "Thrombosen durch die neuen Impfstoffe").


Beide Technologien sind bis anhin noch nie in einer vergleichbaren Form am Menschen zum Einsatz gekommen, so dass über deren Langzeitfolgen keine Aussage gemacht werden kann. Es handelt sich also um ein Experiment am Menschen (siehe z.B. dieses Interview mit Stefan Hockertz vom April 2021). Um abschätzen zu können, was man davon halten soll, kann es hilfreich sein, sich die zugrundeliegenden genetischen Zusammenhänge (oben bereits teilweise angedeutet) genauer anzuschauen - konkret also, was genetische Information überhaupt ist, und wie sie das Geschehen im Körper steuert.


Was ist die Funktion des Erbguts? Das Erbgut ist in erster Linie eine Bauanleitung für Eiweisse (Proteine). Es enthält die Information darüber, welche Arten von Eiweissen im Körper hergestellt werden können. Dies, zusammen mit einer komplexen Steuerung davon, wann welche Eiweisse tatsächlich gebaut werden, bestimmt, was sich in unserem Körper abspielt. Das ist möglich, da Eiweisse bei fast allen Prozessen im Körper entscheidend mitwirken. Das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein bestimmter Eiweisse ist also der entscheidende Steuerungsmechanismus unserer Körpers.


Die Bausteine der Eiweisse sind die Aminosäuren. Das heisst also, dass im Erbgut festgelegt ist, wie Aminosäuren zusammengebaut werden müssen, um daraus die benötigten Eiweisse zu erhalten.


Wie ist das Erbgut aufgebaut? Das Erbgut besteht aus Molekülen von DNA (Desoxyribonukleinsäure), welche dicht gepackt als Chromosomen im Zellkern liegen. Die einzelnen DNA-Moleküle wiederum sind sehr lange Ketten von Nukleotiden, deren Abfolge die genetische Information - sprich: die Baupläne der Eiweisse - codiert. Die Codierung besteht darin, dass jeweils drei aufeinanderfolgende Nukleotide zusammen den "Code" für eine Aminosäure bilden; Triplet um Triplet der DNA-Nukleotide definieren dadurch Aminosäure um Aminosäure der Eiweisse - siehe Abbildung 1.


Etwas genauer: Gewisse Abschnitte der DNA bilden zusammen eine Einheit - genannt Gene - und definieren auf die oben beschriebene Weise die Abfolge von Aminosäuren, welche eine funktionale Einheit bilden. Diese Einheiten, genannt Polypeptide, sind entweder selbst schon Eiweisse, oder lagern sich zusammen und bilden dadurch Eiweisse (wie z.B. beim Hämoglobin, dem Sauerstoff transportierenden Eiweiss in den roten Blutkörperchen, welches aus zwei Polypeptiden besteht). Kurz gefasst: Die Abfolge der Nukleotide in der DNA definiert die Abfolge der Aminosäuren in den Eiweissen.


Abbildung 1: Grafische Darstellung der Zusammenhänge zwischen DNA, RNA und Eiweiss


Wie entstehen aus den Informationen im Erbgut die Eiweisse? Eiweisse werden in Zell-Organellen namens Ribosomen gebaut. Die Ribosomen brauchen dafür einerseits die Bauanleitung aus der DNA und andererseits die Bauteile, die Aminosäuren. DNA-Moleküle sind lange, unhandliche Moleküle, die sich in erster Linie für die Langzeitspeicherung der genetischen Information eignen. Um die Informationen jeweils eines Gens an die Ribosomen zu bringen, braucht es etwas anderes - hier kommt die mRNA ins Spiel: RNA (Ribonukleinsäure) ist der DNA chemisch sehr ähnlich und kann dadurch auf die gleiche Art Informationen speichern, eignet sich aber für deren Transport aus dem Zellkern hinaus zu den Ribosomen. Das "m" steht für "Messenger"; mRNA ist also Boten-RNA, da sie als Bote die genetische Information von der DNA zu den Ribosomen bringt.


mRNA entsteht im Zellkern an der DNA in einer Art Kopiervorgang und wandert anschliessend zu einem Ribosom, an dem die Abfolge ihrer Nukleotide als Vorlage genommen wird, um Aminosäuren in der richtigen Reihenfolge zusammenzubauen zu einem Polypeptid. Die Aminosäuren, die grundsätzlich im Zytoplasma, dem Teil der Zelle ausserhalb des Kerns, herumschwimmen, werden durch eine weitere Form von RNA, der tRNA, zu den Ribosomen transportiert (das "t" steht für Transport). Ein tRNA-Molekül trägt auf der einen Seite sein Transportgut, eine Aminosäure, auf der anderen Seite eine Gruppe von drei Nukleotiden entsprechend dem genetischen Code, der, wie oben beschrieben, Aminosäuren durch solche Triplets codiert. Dadurch können am Ribosom entsprechend der Abfolge der Nukleotide der mRNA die tRNA-Moleküle angedockt und die dazu gehörenden Aminosäuren aneinander gebaut werden. So entsteht Aminosäure um Aminosäure ein Polypeptid.


Abbildung 2: Schematische Darstellung der Eiweiss-Synthese:


Zusammengefasst: mRNA ist der Vermittler zwischen der Erbinformation in der DNA und den Baustätten der Eiweisse - wobei der Bau von Eiweissen wiederum der Mechanismus ist, mit welchem das ganze Geschehen in unserem Körper gesteuert wird.


Gentechnische Impfstoffe: Die bei uns eingesetzten Covid-19-Impfstoffe fallen, wie eingangs erwähnt, in zwei Kategorien: Die einen führen dem Körper mRNA zu, die anderen DNA. Beides führt aber schlussendlich dazu, dass die Eiweiss-Synthese-Maschinerie des Körpers fremd-gesteuert wird um Eiweisse herzustellen, die der Körper von sich aus nicht herstellen würde, sprich: Eiweisse, deren Bauplan im Erbgut nicht vorhanden ist. Nach dem oben Gesagten sollte klar sein, dass es sich dabei um einen einschneidenden Eingriff in das Geschehen in unserem Körper handelt.


Es ist zwar in erster Annäherung falsch zu sagen, dass damit das Erbgut verändert wird, da die körper-eigene DNA erst einmal gar nicht ins Spiel kommt dabei. Es hat aber einen analogen Effekt: Die Funktion der DNA ist es ja gerade zu definieren, welche Eiweisse gebaut werden können; zugeführte Einweiss-Baupläne - ob als DNA oder mRNA - bewirken aber, dass andere Eiweisse gebaut werden. Sie greifen also ein in die Eiweiss-Synthese, von der unmittelbaren Wirkung her so, wie wenn die DNA verändert worden wäre.


Mindestens bei der Zufuhr von mRNA kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass diese sich nicht doch auf die vorhandene DNA auswirken wird. Obwohl die genetische Information grundsätzlich von DNA über RNA zu Eiweissen fliesst (siehe Abbildung 1), so dass zugeführte mRNA sich im Prinzip nicht auswirken sollte auf die vorhandene DNA, gibt es den umgekehrten Fall auch - bekannt insbesondere von den Retroviren. Diese enthalten RNA, welche in der Lage ist, in der befallenen Zelle die DNA in ihrem Sinn zu ändern - also ein Informations-Rückfluss von RNA zu DNA (weshalb diese Viren auch Retroviren heissen). Treten solche Effekte auf, wird das Erbgut also doch verändert. Dass das der Fall sein könnte, ist mindestens möglich - siehe die Erläuterungen dazu im offenen Brief vom 8.7.2021 von Aletheia an Swissmedic, Abschnitt 3, "Sicherheit der Impfstoffe".


Wozu das Ganze? Die auf diese Weise im Körper selbst hergestellten aber körper-fremden Eiweisse, die den Spike-Proteinen von Corona-Viren nachempfunden sind, sollen also, wie eingangs erwähnt, eine Immunreaktion auslösen, die zu einer Immunität gegenüber dem Krankheitserreger führt. (Quelle siehe oben). Diese Vorgehensweise mag zwar in der Theorie plausibel klingen, ist in der Praxis aber stark problem-behaftet - siehe unseren Bericht zur Impf-Thematik hier.



Quellen: Die Aussagen in diesem Artikel, die nicht im Text selbst schon mit Quellenangaben versehen sind, beziehen sich auf genetische Grundlagen und können in jedem einschlägigen Biologie-Lehrbuch nachgelesen werden.



Text und Illustrationen: Niels Kistler