Fachgruppe Kultur

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Positionierung

Liebe Kulturschaffende,
liebe Bühnenkünstlerinnen und -künstler,
liebe Musikerinnen und Musiker

 

Seit März 2020 ist der Kulturbetrieb, von minimalen Lockerungen im Sommer 2020 abgesehen, weitestgehend stillgelegt. Für den Sommer 2021 sind sog. Lockerungen geplant, die aber vor allem grosse, ausgewählte Kulturveranstalter betreffen werden.

Uns Kulturschaffende trifft das in zweierlei Hinsicht ins Mark. Einerseits ganz persönlich und existenziell: Dieses Grounding des Kulturlebens bedeutet für viele ein weitgehendes Berufsverbot, das nur sehr ungenügend bis gar nicht entschädigt wird. Andererseits haben wir möglicherweise noch auf längere Zeit hinaus eine Gesellschaft, die einer vielfältigen Live-Kultur beraubt ist.

Wir alle wissen und sind uns der eminenten Bedeutung dessen bewusst, dass durch eine Gesellschaft ohne Kultur als Impuls und Nahrung für Geist und Seele die innere Identität der Menschen verödet und arg beschädigt wird.

Kulturveranstaltungen sind ein wesentlicher Bestandteil eines reichen und sinnstiftenden Soziallebens. Dieses wird mit den verordneten Massnahmen, denen die medizinische Evidenz weitgehend fehlt, brutal zerstört (Abstandsregeln, Berührungsverbote, Kontaktverbote, Gesichtsverhüllung etc.). Die Pläne des Bundesrates, die er im Covid-Gesetz fixiert, verheissen nichts gutes: Kulturveranstalter und Künstler werden bald vor der Frage stehen, ob sie auch Ungeimpften und Ungetesteten den Zutritt zur Kultur gewähren oder sich an der Etablierung einer Zweiklassengesellschaft beteiligen werden.

Wir verstehen nicht, dass der Bedrohung des Lebens durch ein vergleichsweise harmloses Virus gerade damit begegnet wird, dass man das Leben, die Vitalität drosselt, dass man durch die Massnahmen die Menschen voneinander separiert, sie dazu bringt, sich möglichst nicht zu treffen, das Sozialleben massiv einschränkt, das gesamte Kultur- und Geistesleben fast vollständig einstampft.

Sämtliche verordneten Massnahmen schwächen nachweislich das Immunsystem. Dabei ist ein gesundes Immunsystem die absolut beste Vorbeugung gegen einen Infekt. Und das Immunsystem ist umso stärker, je vitaler unser Leben ist: Lebensfreude, eine nicht angeschlagene Psyche (aufgrund von lebensverneinenden Massnahmen), vitale „Nahrung“ durch geistige, kulturelle Impulse, Erlebnisse in und mit der Natur, bereicherndes und erfüllendes Zusammensein mit lieben Mitmenschen.

Das, was wir Kulturschaffende zu einem vitalen, anregenden und sinnstiftenden gesellschaftlichen Leben beitragen können, muss wieder absolut unverzichtbar, ja, um mit dem arg strapazierten Begriff zu operieren, systemrelevant werden.

Wir Kulturschaffende dürfen uns diesen Zustand nicht bieten lassen und müssen alles uns Mögliche tun, um der Gesellschaft das kulturelle Leben zurückzugeben.

Die zahlreichen Flashmobs in unzähligen Städten zahlreicher Länder mit dem wunderbaren Lied «Danser encore» des Franzosen Kaddour Hadidi, das zu einer eigentlichen Hymne der Demokraten und Massnahmen-Kritiker geworden ist, machen anschaulich, welche Energie, welcher Lebens- und Freiheitswillen sich über Musik, Text und Tanz mitteilen kann.

Wer in irgendeiner Form etwas zur Wiederherstellung eines vitalen Kulturlebens beitragen möchte und Ideen dazu hat, bitten wir sich uns anzuschliessen und uns zu kontaktieren.

Wir wünschen Euch und uns allen eine Renaissance der Live-Kultur in unserer Gesellschaft.

François Thurneysen / Gaudenz Tscharner

Positionspapier als PDF.

Unterlagen

"Danser encore" an der Kundgebung in Neuenburg am 22.5.2021; Mitglieder der Fachgruppe Kultur in Aktion.

Die Seite ist, genau wie die Fachgruppe, noch im Aufbau. Weitere Beiträge/Informationen folgen...